Kategorie: Allgemein

  • Guten Jahresabschluss

    Guten Jahresabschluss

     

    Ein Jahr neuer Lernmöglichkeiten neigt sich dem Ende zu. Das situativ passende Lernen wird uns auch 2026 herausfordern.

  • Mit Daten lernen

    Mit Daten lernen

    Mit Daten lernen ist ein grosser Trend in der Bildungslandschaft. Er beschäftigt uns bereits heute und wird noch stärker in den nächsten Jahrzehnten.
    Die Herausforderungen im Bereich des „Data Storytellings“ * sind riesig, Vor- und Nachteile schätzen wir meist ungenügend ein. Was ist wahr, was erfunden, was schlicht falsch? Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) wird die Erstellung von Inhalten beschleunigt. Es führt zu einer Zunahme von Datenmengen, die wir jeden Tag bewältigt müssen. In den Informationskanälen und auf Plattformen herrscht große Unübersichtlichkeit.
     Quelle: www.voronoiapp.com, vgl. auch Blogbild mit Datenvisualisierung über Bachelorabschlüsse in verschiedenen Ländern.
    Die positive Nachricht
    Es gibt große Mengen an Datenvisualisierungen. Täglich werden über eine Million neuer Infografiken und Datenvisualisierungen erstellt. Viele davon enthalten wichtige Informationen und Zusammenfassungen. Diese Visualisierungen unterstützen beim Lernen. Sie helfen sich eine Meinung zu bilden und Entscheidungen in einem komplexen Umfeld zu treffen.
    Es gibt viele Firmen und Kreative im Bildungsbereich, die in den verschiedensten Fachrichtung Charts und Visualisierungen erstellen (z.B. Voronoi App, Google Data Studio).
    Diese Daten analysieren und sinnvoll einsetzen zu können wird zu einer wichtigen Kompetenz für Lernende. KI spielt dabei die herausragende Rolle als übergreifende Schlüsseltechnologie.
    Die schlechte Nachricht

    „Data Storytelling“ ist eine uneinheitliche, im Internet auf verschiedenen Plattformen verbreitete Form der Datenvisualisierung.
    Es ist unmöglich allem, was man sieht, zu trauen. Die Daten selbst, die Datenquellen und sogar die Urheber können intransparent oder fragwürdig sein. Charts sind oft so gestaltet, dass sie eine Reaktion (z. B. Empörung, Bestätigung, Vereinfachung) auslösen, weil auf diese Weise mehr Klicks generiert werden. In vielen Fällen werden falsche Informationen, Voreingenommenheiten oder selektiv ausgewählte Daten eingesetzt, um eine gewünschte Reaktion auszulösen. Lernende sind ständig gefordert sich mit dem Wahrheitgehalt oder der Auswahl von Inhalten auseinanderzusetzen. Die Vielfalt der Geschäftsmodelle, die damit verbunden sind, bleibt oft unklar. Auf jeden Fall bezahlen wir unsere Suchaktionen mit unseren eingegebenen Inhalten, die gespeichert werden.

    * Visualisierung von Daten ist der Prozess der Umwandlung komplexer Daten in klare, visuell ansprechende und leicht verständliche Diagramme, Grafiken und Bilder. Packende Geschichten werden mit Bildern erzählt. So können komplexe Informationen leichter vermittelt werden.

    Artikel von Marc Zoe-Sanders in Englisch, mit grafischer Darstellung, über den Gebrauch von AI 2025:

    Use of AI 2025

     

     

     

     

  • Anerkennung von Bildungsleistungen

    Anerkennung von Bildungsleistungen

    Die Anerkennung von Bildungsleistungen gibt dem eigenen Lernen einen Wert. Das ist für uns alle wichtig in einer Welt, in der Qualifikationen schnell wechseln und veralten. Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels kann ein Anerkennungsverfahren hilfreich sein. Analysen zeigen, dass besonders bei den 40-55-Jährigen, bei Ausländerinnen und Ausländern sowie bei Personen, die in den Wirtschaftsbereichen «Grundstück- und Wohnungswesen/Dienstleistungen» und «Industrie» arbeiten ein grosses Potential besteht.

    In der Schweiz ist das Anerkennen von Bildungsleistungen in der Berufsbildung seit 2004 in allen Berufen möglich. Die Verfahren wurden zuerst in der Pflege, in der Gastronomie und im IT-Bereich erfolgreich umgesetzt.
    Das Verfahren zur Anerkennung oder Validierung von Bildungsleistungen besteht aus fünf Phasen:

    ✓ Information und Beratung

    ✓ Bilanzierung

    ✓ Beurteilung

    ✓ Validierung und ergänzende Bildung

    ✓ Zertifizierung

    Weiter Infos finden sich unter:

    https://www.berufsberatung.ch/dyn/show/7246

    Bei der Anerkennung/Validierung geht es darum, das gesamte Lernen sichtbar zu machen und ihm einen Wert zu verleihen, unabhängig davon, wo und wann es erworben wurde. Sie ist ein Instrument, welches individuelle Übergänge aufgrund von Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, in der Gesellschaft oder im persönlichen Leben unterstützt.

    Motto : Building a common ground

    Bild /Text: https://vplbiennale.org/ Validation of Prior Learning (VPL), Building a common ground, 2022

    Die wichtigsten 6 Schritte für die Einführung der nötigen Strukturen skizziert:

    1. Organisatorische Vorbereitungen in den Branchen
    2. Finanzierung
    3. Prozesse und Instrumente

    4. Beratungsstrukturen
    5. Schritte nach der Validierung
    6. Gesetzliche Grundlagen

     

    Vier Typen von Anerkennungsverfahren:
    Examensbasierte Dispensation: z.B. schriftlicher Test, welcher zu einem Erlass von Unterrichtsteilen führt
    Examensbasierte Teil-/Vollzertifizierung: z.B. schriftlicher Test, welcher direkt zu einem Zertifikat führ
    Gleichwertigkeitsprüfungsbasierte Dispensation: z.B. Einreichen eines Portfolios, welches zu einem Erlass von Unterrichtsteilen führt
    Gleichwertigkeitsprüfungsbasierte Teil-/Vollzertifizierung: z.B. Einreichen eines Portfolios, welches direkt zu einem Zertifikat führt

    Abbildung 1: Typologie von Anerkennungsverfahren und ihr Vorkommen in Europa

    Quelle: Studie der Professur für Bildungssysteme der ETH Zürich, Renold U., Bolli, T., Dändliker, L., & Rageth, L. (2023)

    Links zu Anerkennungsverfahren in der Schweiz:

    1. Die Anerkennung ausländischer Diplome kann eingesehen werden unter:

    https://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/bildung/diploma.html

    2. Schweiz-Québec: Anerkennung von Qualifikationen im Bereich Gesundheit/Soziales (Juni 2022)

    https://fedlex.data.admin.ch/eli/dl/proj/2021/121/cons_1

    3. Institutionelle Anerkennung von Berufspraxis in Gastronomie und Hotellerien (Kanton Wallis)

    https://www.vs.ch/de/web/sfop/rap

    4. Mit ausländischen Berufsqualifikationen in der Schweiz arbeiten?
    https://www.recognition.swiss/de

    5. Nationaler Qualifikationsrahmen (NQR) für die Abschlüsse der Berufsbildung: https://transfer.vet/nqr-in-der-schweiz-vielleicht-doch-erfolgreicher-als-gedacht/
    6. Zugang zur Hochschulbildung für Geflüchtete:https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=104660
    7. Bestandesaufnahme Anerkennungsverfahren durch Ecoplan, 20.3.2025, Bern:“Wer mit einem ausländischen Berufsabschluss in der Schweiz arbeiten möchte, hat in vielen Berufen Zugang zum Arbeitsmarkt. Dies gilt nicht für eine überschaubare Anzahl von Berufen etwa in der Medizin oder Pflege, die staatlich reglementiert sind und eine Diplomanerkennung erfordern. Laut einer Studie von Ecoplan funktioniert die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen für solche Berufe gut. Probleme können entstehen, wenn die Kantone für die Reglementierung solcher Berufe zuständig sind, die Anerkennung aber Bundessache ist. Zudem werde der Schweizer Arbeitsmarkt durch das Berufsprinzip strukturiert. Das bedeutet: Was eine ausgebildete Fachkraft können muss, ist in einem formalen Berufsabschluss festgehalten, der den Arbeitgebenden vertraut ist, während ausländische Qualifikationen schwieriger einzuschätzen sind. Niveaubestätigungen können ein Mittel dagegen sein; ihr Nutzen sei allerdings umstritten, so die Studie.“ (https://transfer.vet/bestandesaufnahme-anerkennung-auslaendischer-berufsqualifikationen/)

    Bestandesaufnahme_anerkennung_auslaendische_berufsqualifikationen_de

     

  • Persönlicher Werkzeugkoffer Lernen

    Persönlicher Werkzeugkoffer Lernen

    Ein Jahr im Amt ist Isabell Kempf, Direktorin des deutschen Unesco-Instituts für Lebenslanges Lernen. Im Interview vom 14.1.2025 betont sie: „Lebenslanges Lernen ist wie ein persönlicher Werkzeugkoffer, den man sein ganzes Leben lang füllt.“ Frau Kempf sieht die unentbehrlichen Vorteile des digitalen Lernens für alle Bildungsinstitutionen weltweit. Die kritischen Punkte der Zugänglichkeit für benachteiligte Bevölkerungsgruppen lässt sie ebenfalls anklingen. Hier will die Unesco mit ihrer Arbeit ansetzen. Ethische Grundsätze, Leitlinien und rechtliche Rahmenbedingungen sind weitere Herausforderungen, die es zu klären gilt.

    Hier ein Auszug aus dem Unesco-Interview am Sitz in Hamburg:

    „Digitale Technologien spielen eine zentrale Rolle, um Bildung als grundlegendes Menschenrecht weltweit zu gewährleisten. Sie bieten enorme Chancen, den Zugang zu Bildung zu erweitern, Inklusion zu fördern und die Relevanz sowie Qualität des Lernens nachhaltig zu verbessern. Insbesondere im Bereich des lebenslangen Lernens eröffnen IKT-gestützte Ansätze neue Möglichkeiten, Bildung flexibler, individueller und skalierbarer zu gestalten.

    Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, einige der größten Herausforderungen im Bildungswesen zu bewältigen. Sie kann Lehr- und Lernpraktiken transformieren, indem sie personalisierte Lernwege ermöglicht, den Lernfortschritt analysiert und evidenzbasierte Empfehlungen für Lehrkräfte und Lernende liefert. Auch in der Erwachsenenbildung kann KI dazu beitragen, den Lernprozess effektiver und an die spezifischen Bedürfnisse der Lernenden angepasst zu gestalten.

    Gleichzeitig ist es essenziell, dass der Einsatz dieser Technologien auf ethischen Leitlinien basiert und von den Grundsätzen der Inklusion und Gerechtigkeit geleitet wird. Technologische Innovation darf nicht dazu führen, bestehende Ungleichheiten zu vertiefen. Stattdessen müssen digitale Bildungsangebote so gestaltet sein, dass sie die Bildungschancen insbesondere für benachteiligte Gruppen verbessern.

    Ein kritischer Punkt bleibt jedoch der Zugang zu diesen Technologien. Etwas mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung nach wie vor keinen Zugang zum Internet. Diese digitale Kluft muss dringend geschlossen werden. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass Nutzer*innen weltweit über Informations- und Medienkompetenzen verfügen, um Hassrede und Desinformation im Netz zu erkennen und ihr wirksam entgegenzutreten.

    Wie wird das Institut sicherstellen, dass lebenslanges Lernen inklusiv ist und die Vielfalt der Lernenden weltweit anspricht?

    Qualitativ hochwertige Lernangebote müssen für alle zugänglich sein. Die Verringerung von Ungleichheiten ist eine grundlegende Voraussetzung, um das Recht auf hochwertige Bildung für alle zu gewährleisten. Derzeit profitieren jedoch vor allem jene von Bildungsangeboten, die bereits in der Vergangenheit Zugang zu Bildungschancen hatten. Menschen mit Defiziten in Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen sind hingegen am stärksten von Ausgrenzung bedroht.

    Genau auf diese Gruppen richten wir unser besonderes Augenmerk – seien es Geflüchtete, Mädchen und Frauen, von Armut Betroffene oder Inhaftierte. Gemeinsam mit Ländern weltweit arbeiten wir daran, flexible Bildungswege zu schaffen, um insbesondere denjenigen, die in jungen Jahren keinen Zugang zu Bildung hatten, Lernmöglichkeiten zu eröffnen.

    Das Versprechen des lebenslangen Lernens gilt für alle – und dieses Ziel treibt unser tägliches Handeln an.“

    https://www.unesco.de/aktuelles/lebenslanges-lernen-ist-wie-ein-persoenlicher-werkzeugkoffer-den-man-sein-ganzes-leben-lang-fuellt/

    Lerntransfer Berufsbildung mit personalisierter Handlungsorientierung durch Assistenten der AI (Podcast):
    https://inside-berufsbildung.podigee.io/#latest-episode-player

    Medienkompetenz für ältere Menschen – EU_Projekt „Information matters“
    https://informationmatters.eu/de/

    Und zuletzt ein Überblick von Josh Bersin zum Lernen in Organsiationen, der die grosse Bedeutung von AI seit 2024 veranschaulicht:

    A Revolution in Corporate Learning with AI (joshbersin.com)
    A Revolution in Corprate Learning with AI (joshbersin.com)

    https://joshbersin.com/2025/03/a-revolution-in-corporate-learning-begins-join-us-on-the-journey/

    „AI Changes Everything

    …Well, as we’re exploring in our research, all this is about to change. AI, the technology of the decade, is perfectly suited for what we need to do. AI helps companies build content quickly, it produces creative new content at scale, and it gives users a personalized, dynamic experience to learn. And I’m not just hyping an idea: I’ve seen what AI can do and the results are staggering in many ways.“

  • Lern-Segel 2025 neu setzen

    Lern-Segel 2025 neu setzen

    Ein Strom von technologischen Veränderungen beschäftigt die Bildungsinstitutionen seit vielen Jahren auf immer neue Weise. Seit Apple 2007 das iPhone und 2010 den iPad auf den Markt brachte, haben viele Menschen weltweit grosse Hoffnungen auf mobiles Lernen gesetzt. Die schnell darauf folgenden MOOCs – Massive Open Online Courses – boten Gratis-Onlinekurse an, welche die Demokratisierung des Lernens versprachen. Im Verlauf der Jahre wurden viele dieser MOOC-Angebote kommerzialisiert, haben sich  teilweise bezüglich Online-Lernmethoden verbessert.

    Es entstanden neue Lehrgänge an Bildungsinstitutionen, die mit wenig Präsenzunterricht und viel eigenem Online-Lernen zuhause absolviert werden können. Spiele mit einfachen Belohnungsmechanismen – Gamifizierung – wurden von vielen Jugendlichen begeistert aufgenommen und in Lernaufgaben übertragen. Immersivere Lernerfahrungen mit komplexeren Spielen und 3D-Brillen ermöglichen heute mehrdimensionale Lernerfahrungen im Bildungswesen.

    Die Remote-Zusammenarbeit wurde ab 2013 mit Canva und ab 2019 mit Miro zu einer wichtigen Form der Zusammenarbeit für Studierende und Lehrende. So kann von jedem Ort aus zusammengearbeitet werden, es gibt Online-Räume für Teamarbeit. Die Pandemie hat ab 2020 Videoplattformen wie Zoom und Microsoft Teams für den hybriden Austausch normal werden lassen.

    Im Jahr 2025 werden uns technologische Angebote beim Lernen weiter auf Trab halten. Die grossen amerikanischen Anbieter Microsoft, Apple, Meta und Adobe werden ihre Produkte und Marktanteile ausbauen. Zugänge zu „KI-künstlicher Intelligenz“ werden in diese Plattformen eingebaut. Viele Menschen experimentieren mit ChatGPT von Microsoft für Textgenerierungen, mit der Firma perplexity.ai für Recherchen, die bei der Suche verschiedene KI-Tools einbindet.

    Die grosse Frage bleibt, ob und in welcher Formen diese unzähligen technologischen Angebote gemeinsames und individuelles Lernen fördern oder teilweise sogar nivellieren. Wird die KI an die Bedürfnisse der Lernenden angepasst, werden die fachlichen Inhalte richtig angezeigt? Setzen wir erneut die Lern-Segel und probieren es selber aus.

    Quelle: Dr. B. Döbeli, Dachseminar 27.5.24 von EDK, KMK und BMSWF

     

  • Ein Buch lesen

    Ein Buch lesen

    Ein geschenktes oder selber ausgesuchtes Buch lesen über die Festtage, welch ein Genuss!
    Sicher entspannt ein gedrucktes Buch unsere müden Augen mehr, besonders wenn wir das ganze Jahr auf irgendwelchen Bildschirmen Texte oder Zahlen lesen müssen.

    Zum Jahresabschluss poste ich keine Gedanken zur Veränderung des Lernens und Arbeitens in einem digitalen Umfeld.
    Davon haben wir auf allen Kanälen genug gehört im vergangenen Jahr.
    Und hoffentlich haben einige der Lesenden für sich passende Formen selber ausprobiert.

    So gestalten sich die 12 Rauhnächte vom 25. Dezember 2024 bis zum 6. Januar 2025 erholsam.
    Damit uns das ruhige Lesen eines Buches nicht abhanden kommt in diesen stürmischen Zeiten.

    Und dazu können wir die Musik „White Christmas“  mit den Bläsern des Tonhalleorchesters Zürich hören:

     

     

     

     

  • Top Tools for Learning 2024

    Top Tools for Learning 2024

    Jane Hart hat zum 18. Mal eine neue Liste der „Top 100 Tools for Learning 2024“ zusammengestellt.
    KI-Tools wie ChatGPT (2. Platz) und Microsoft’s Pilot (20. Platz, als Neueinsteiger), mein bevorzugtes Tool Perplexity (47), Claude (50) und Google’s Gemini (53) sind dabei.

    Weiteren interessanten Hinweise von J. Hart sind folgende 5 Punkte:

    –1. „AI has taken off“ – AI hat sich einen wichtigen Platz verschafft.

    2.  „Personal learning and productivity tools are strong“ – Persönliches Lernen und Produktivitätstools sind stark vertreten.

    –3. „Zoom is king of the video meeting tools“ – Zoom ist König der Video Meeting Tools.

    4.  „Collaboration workspaces are back in force“ – Zusammenarbeitsplattformen sind wieder stark im Kommen.

    5.  „Social networks appear to be declining“ – Soziale Netzwerke scheinen rückläufig zu sein.

    Frau Hart ordnet hilfreicherweise alle Tools 4 bestimmten Kategorien zu:

    „Personal Learning & Productivity“, „Content & Courses“, „Communication & Collaboration“ und „Content Creation & Management“:
    = Persönliches Lernen und Produktivität, Inhalt und Kurse, Kommunikation & Kollaboration, Inhaltserstellung und Führung

    Vergleiche dazu meinen Beitrag zur Top Tools Liste von 2023:

    https://wp.me/p7yrzO-294
    ChatGPT hat sich von Platz 4 auf Platz 2 hervorgearbeitet 2024. Dazu kommt  Microsoft Copilot neu auf Platz 20 hinzu.

  • Neuromythen

    Neuromythen

    Seit den 1990er Jahren existieren in pädagogischen Kreisen und weit darüber hinaus viele Neuromythen. Damit sind Lernvorstellungen gemeint, die plausibel und einfach verständlich sind. Diese Geschichten entsprechen nicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neurologie.

    Beispiele: Lerne ich im Schlaf? Nein, aber das Gehirn ordnet in der Nacht die während des Tages aufgenommenen Informationen. Nutzt der Mensch nur 10% seines Gehirns? Auch diese Vorstellung ist falsch, das Gehirn nutzt alle seine Bereiche. Lernen wir mit der linken Hirnhälfte rational, analytisch und verbal? Mit der rechten Hirnhälfte intuitiv, nichtverbal und kreativ? Es gibt zwar Vorlieben für einzelne Lernmethoden („Kopf – Hand- Herz“ Ansätze nach Pestalozzi). Wir brauchen jedoch immer das ganze Gehirn und verschiedene Zugänge zum Lernen.

    Von den USA bis China stimmen jedoch viele Pädagogikfachleute dem Lerntypenmythos zu. Dieser Ansatz hilft den komplexen Prozess des individuellen Lernens mit einfachen Lösungen didaktisch zu bewältigen. Fehlinformationen haben auch dann einen anhaltenden Einfluss auf das Erleben und Verhalten, wenn sie längst durch Gegenargumente widerlegt wurden.

    Beliebt war weitweit – auch bei mir…  – die Lerntypen-Hypothese: Menschen würden sich durch ihren visuellen (Auge), auditorischen (Ohren)  und kinästherischen Vorlieben (Bewegungsempfindung) bei der Informationsaufnahme unterscheiden. Das konnte in Studien nicht nachgewiesen werden. Einfachen Testverfahren halten den Qualitätsstandards für psychologische Testverfahren nicht Stand. Das Gehirn arbeitet selbständig und komplex mit all seinen Arealen zusammen. Das habe ich bei Bekannten mit Hirnverletzungen (Hirnschläge, Hirntumore etc.) verfolgen können. Die Regenerationsfähigkeit und Anpassung der Hirnleistungen sind wirklich gross. Die didaktisch umgesetze „Lerntypenvielfalt“ (eigentlich Vielfältigkeit der Unterrichtsmethoden)  muss immer wieder hinterfragt und angepasst werden. Gerade auch in Zeiten des digitalisierten Lehr- und Arbeitsumfeldes. Grundsätzlich gehört ein inhaltsbezogenes Repertoire an Methoden zum Unterricht. Es muss ein Mittelweg zwischen Instruktion und Individualisierung gefunden werden, nicht ganz einfach.

    Somit können wir zusammenfassen, dass die einfach gestrickten Neuromythen einen praxisbezogenen Kern enthalten : Es braucht einen interessanten Mix von analogen und digitalen Methoden, damit die Lernenden im Unterricht präsent bleiben und Inhalte aufnehmen. Lernen geht allerdings über das Merken hinaus. Das Verstehen von Bedeutungen, das Erfassen von Sinn und das Lösen von Problemen gehören zum Lernen.Der hohe Stellenwert von (Selbst) Lernfähigkeiten und Lernbedingungen wurde in der Corona Pandemie deutlich. Dabei braucht es immer wieder Reflexion zum eigenen Verhalten und ständige Anpassungen. Über alle Berufe und Altersgruppen hinweg ist Lernen wichtig, um neue Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Der Alltag gibt uns genügend Möglichkeiten dazu.

    Neuromythos „Lerntypen“ immer noch in einem Geo-Heft veröffentlicht:

    https://www.geo.de/geolino/mensch/5849-rtkl-lernen-welcher-lerntyp-bist-du

    Interne links: Wir sind was wir erinnern

    https://muellerkaelin.ch/wp-admin/post.php?post=8087&action=edit

  • Hybride Intelligenz

    Hybride Intelligenz

    Auch nach der Sommerzeit ist das Zusammenwirken von Mensch und maschinellen tools ein grosses Thema. Der Begriff „Hybride Intelligenz“ wird deutlicher. Mit KI-Systemen werden leistungsfähige Assistenzsysteme in bestehende Softwareangebote integriert.
    Welches Wissen und welche Handlungskompetenzen brauche ich um diese Werkzeuge sinnvoll einsetzen zu können? Welche meiner Stärken kann ich einbringen? Welche Vorteile bringt mir die KI? In welcher Rolle brauche ich die KI-Assistenzsysteme? Bin ich Lernende, Lehrende oder Führungsperson?

    Ein passendes Modell dazu habe ich bei Sabine Seifert und Christoph Meier von der Hochschule St. Gallen gefunden:

    Klicke, um auf 2024_Seufert-Meier_Hybride-Intelligenz_Preprint.pdf zuzugreifen

    Wir werden zu Co-Kreatoren im Mensch-Maschine-Tandem. Dazu brauchen wir KI-Vorwissen und Reflexionsfähigkeit um die Produkte beurteilen zu können. Hier kann ich meine Stärken in der Analyse einbringen.

    Auch das Schweizerische Zentrum für die Mittelschule (ZEM CES) hat sich intensiv mit KI-Grundlagen und Werkzeugen beschäftigt, dazu einen ausführlichen Leitfaden herausgegeben.

    240606_links_zu_ki

    Wichtig ist, das wir eine kritische Offenheit pflegen für die Entwicklungsschancen dieser Instrumente. Wie und wo können wir mit KI-Assistenten arbeiten?
    Wie steuern wir diese Assistenten zu unserem Nutzen? Statt nur mögliche „Konkurrenzsituationen“ zu sehen, versuche ich immer wieder Erfahrungen mit einzelnen Werkzeugen zu machen.
    Die Updates der vielen KI-Assistenten läuft auf Hochtouren.

    Meine neue Suchmaschine, ergänzend zu google und Wikipedia,, ist ein KI-Assistent geworden. Eine Anmeldung ist nicht nötig, der Zugang ist bis jetzt kostenlos.
    perplexity.ai.

     

  • Ausatmen

    Ausatmen

    Ausatmen………
    Sommerzeit – die Seele und das Gehirn baumeln lassen!

     

    Obwohl es soviele interessante neue Funktionen mit Chat GPT &Co.  gibt, es lohnt sich nicht das schöne Wetter zu verpassen. Die Sonne scheint echt, nicht nur im Bildschirm.

    Kleine Lektüre dazu:

    https://www.nzz.ch/feuilleton/was-ist-faulheit-wir-haben-sie-verlernt-ld.1498163?mktcid=nled&mktcval=107_2019-07-29&kid=nl107_2019-7-28